Politik

Suche nach fehlenden Schulplätzen geht weiter

Unter Protesten von Eltern debattierte der Schulausschuss der Stadt Hennef am Mittwoch über die Tatsache, dass Grundschüler aus Hennef keinen Platz an einer weiterführenden Schule in der Gemeinde bekommen werden (wir berichteten). Auf Anfrage der SPD-Fraktion bestätigte die Verwaltung, dass 15 Kindern und Familien betroffen sind.

Im Schulausschuss wurde die Fehlplanung damit begründet, dass es im nächsten Schuljahr unerwartet wenige Auspendler gibt – sprich Kinder, die eine Schule außerhalb von Hennef besuchen. Zurzeit werden Plätze in der Nachbargemeinden gesucht, was für die Betroffenen natürlich erhebliche Fahrzeiten bedeuten wird. Im Fall von unversorgten Kindern bestimmt grundsätzlich die Bezirksregierung Köln als obere Schulaufsichtsbehörde das Verfahren und weist den Kindern einen Schulplatz zu, sofern die Eltern selbst keinen Platz finden.

Deutliche Kritik an der Arbeit der Stadtverwaltung gibt es von Björn Golombek, SPD-Vorsitzender in Hennef: „Man hat dem Rat im Dezember eine Schülerzahl genannt, die um eine ganze Klassenstärke unter der tatsächlichen lag. Hätte man dort schon mit den richtigen Zahlen gearbeitet, hätten alle merken müssen, dass am Ende Schulplätze fehlen. Warum eine Stadtverwaltung nicht weiß, wie viele Viertklässler es in der Stadt gibt, bleibt uns ein völliges Rätsel.“

Am Montag steht das Thema wieder auf der Sitzung des Stadtrates. Die SPD wird einen Antrag vorlegen, damit Hennefer Kinder gemäß Schulgesetz vorrangig mit einem Platz an den weiterführenden Schulen in der Stadt versorgt werden. Für Eltern besteht zu Beginn der Ratssitzung um 17 Uhr (Meys-Fabrik, Beethovenstraße 21) die Gelegenheit, ihre Fragen in der „Einwohnerfragestunde“ einzubringen.

Foto: Jens Weber / pixelio.de

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