Leben

Siegbogen könnte Unterspülung drohen

Nach einem Bodengutachten könnte dem Neubaugebiet „Im Siegbogen“ bei extremen Hochwasser eine Unterspülung drohen. Wie sich aus dem Dokument des Kölner Iocus-Instituts ergibt, das kürzlich dem Hennef Magazin zugespielt wurde, könnte eine unterirdische Dichtwand nicht ausreichend dimensioniert worden sein, um beim Sieghochstand dauerhaft ausreichend vor einer Unterspülung zu schützen. Insbesondere bei länger anhaltendem Hochwasser könnten so die Fundamente dauerhafte Schäden nehmen.

Das Gutachten, das aus dem Jahr 2003 stammt, wirft eine Reihe von Fragen auf: Wem ist der Inhalt seither bekannt gewesen? Wussten die Verwaltung, Baufirmen und beteiligten Kreditinstitute Bescheid? Warum wurden die Bauherren nicht informiert? Wer trägt die Verantwortung? Und welche rechtlichen Konsequenzen drohen? Im Rathaus wollte man sich kurzfristig dazu nicht äußern.

Wie das Hennef Magazin von einer internen Quelle erfuhr, nimmt man bei der Stadt das Gutachten aber sehr ernst. Einerseits wird geprüft, wie es zu dem verheerenden Fehler kommen konnte, andererseits wird bereits mit Hochdruck an einer Lösung des Problems gearbeitet. Zurzeit sehen die Planer zwei mögliche Maßnahmen: Eine Verstärkung und Erhöhung des Siegdamms um fünf bis zehn Meter würde zwar die Sicht einschränken, könnte aber ausreichen, um das Baugebiet dauerhaft zu sichern. Alternativ wird eine Verlegung der Sieg um Lauthausen herum erwogen. Diese könnte den Durchfluss verbessern und damit das Aufstauen des Hochwassers verhindern.

Ergänzung
Der aufmerksame Leser hat es bestimmt am Veröffentlichungsdatum erkannt: Die Meldung war natürlich ein Aprilscherz. iocus (Latein) der Scherz, der Spaß

Ihr Kommentar