Politik

Schulplätze in Hennef weiter gesucht

Noch immer gibt es im kommenden Schuljahr nicht für jedes Kind aus Hennef einen Platz an einer weiterführenden Schule in der Gemeinde (wir berichteten). Während die Bezirksregierung von 14 Schülerinnen und Schüler ausgeht, die keinen Schulplatz erhalten, spricht die Stadt von ursprünglich 17. Davon seien zurzeit sechs Kinder auch noch nicht an auswärtigen Schulen angemeldet worden.

In dem Verfahren verweisen die Stadt als Schulträger und die Bezirksregierung aufeinander: So argumentiert die Stadt damit, dass von der Bezirksregierung die Klassenfrequenzrichtwerte von 30 auf 29 Kinder pro Klasse abgesenkt wurden und somit pro Klasse ein Kind weniger aufgenommen werden konnte als im vergangenen Schuljahr. Die Bezirksregierung wiederum erklärte auf Anfrage, der Klassenfrequenzrichtwert für die Klassenbildung an der Gesamtschule betrage 28 Kinder, der Höchstwert der Bandbreite einer zulässigen Klassenbildung allerdings 29 Schüler. Die Senkung des Bandbreitenhöchstwertes beruhe auf einer landesweiten Verordnung zur Ausführung des § 93 Abs. 2 SchulG NRW (VO zu § 93 Abs.2 SchulG NRW).

Option Überhangklasse?

Grundsätzlich, so die Bezirksregierung, müsse der Schulträger ausreichend Schulplätze und Schulraum bereitstellen. Dieser sei zuständig für die
Schulentwicklungsplanung und müsse deshalb die Schulsituation für die kommenden Jahre planen. Die Schulaufsicht der Bezirksregierung habe aber Hennef als Schulträger dazu geraten, zur Lösung des Problems eine Überhangklasse zu bilden. Dies müsse natürlich durch entsprechenden Beschluss im Schulausschuss gefasst und eine Genehmigung bei der Bezirksregierung Köln beantragt werden. Die Stadt erklärte auf Anfrage, die aktuell sechs verbliebenen Schüler seien für eine Überhangklasse eindeutig zu wenig. Zudem hätten dieses Jahr ohnehin keine räumlichen Kapazitäten zur Verfügung gestanden und die Aufstellung eines Containers wäre „weder eine erstrebenswerte noch eine finanzierbare Lösung.“

Die sechs verbliebenen Schüler warten derzeit auf die Zuweisung durch die Bezirksregierung, so die Stadt.

Foto: Jens Weber / pixelio.de

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