Leben Wirtschaft

Schnelles Internet für alle?

Wer kennt es nicht? Der Vater spielt Online-Games, die Tochter streamt Serien bei Netflix, Mutter lädt Präsentationen in die Cloud und der Sohn besucht Sprachkurse online – alles gleichzeitig und nichts geht mehr.

So geht es vielen Familien und Haushalten in Deutschland. In Hennef jedenfalls soll damit Schluss sein – mit den neuen Glasfaserkabeln, die von der Telekom verlegt wurden, sollen in 1.100 Haushalten im Ortsteil Uckerath bis zu 100 MBit pro Sekunde im Download erreicht werden und beim Hochladen bis zu 40 MBit/s. Das neue Netz ist so leistungsstark, dass Telefonieren, Surfen im Internet und Fernsehen gleichzeitig funktionieren. Die individuell erreichbaren Geschwindigkeiten für private und gewerbliche Haushalte im Ausbaugebiet sind dabei abhängig von der Entfernung zu den jeweiligen Verteilerkästen. Die schnelle Internetverbindung ist aber nur für Kunden der Telekom zu haben. Diese können schon jetzt online, telefonisch oder im Fachhandel die neuen Tarife buchen.

„Ein schneller Internet-Anschluss gehört heute zu den wichtigsten Forderungen, die von Bürgerinnen und Bürgern an uns als Politiker gestellt werden. Und ich werde mich weiterhin für eine Verbesserung der Internetversorgung im gesamten Stadtgebiet einsetzen. Insbesondere soll durch das vom Rhein-Sieg-Kreis geplante großflächige Ausbauvorhaben eine weitere deutliche Verbesserung der Versorgung im ländlichen Bereich von Hennef erreicht werden“, sagt Klaus Pipke, Bürgermeister von Hennef.

Schon Anfang 2016 hatte die Stadt Hennef angekündigt, dass bis zum Jahr 2018 fast alle Haushalte mit hohen Internetgeschwindigkeiten versorgen sein würden.

Damals wurden 8.000 Haushalte mit Geschwindigkeiten von bis zu 50 und 100 MBit pro Sekunde ausgestattet – seinerzeit mit Unterstützung durch öffentliche Mittel von Bund, Land und EU.

Somit scheint sich wohl in Zukunft keiner mehr über lahmes Internet beschweren zu können – zumindest nicht, wer Kunde der Telekom ist.

Foto: Deutsche Telekom AG

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