Politik

Pipke hält mehr Güterverkehr für „nicht machbar“

Bürgermeister Klaus Pipke spricht sich klar gegen den Ausbau des Güterverkehrs auf der Bahnstrecke entlang der Sieg aus. Er kommentiert damit die „Korridorstudie Mittelrhein“, die vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegeben wurde. In der Studie schlagen die Gutachter mittelfristig eine durchgehende Zweigleisigkeit zwischen Troisdorf und Siegen vor, um die Güterstrecke entlang des Rheins zu entlasten. Die Schienenstrecke zählt zu den am stärksten befahrenen Verbindungen Europas und für diese erwarten Experten des Ministeriums in den nächsten Jahren noch erhebliche Verkehrszuwächse.

„Das mag einem beim Blick auf die Landkarte und in der Theorie vielleicht sinnvoll vorkommen. Aber in der Realtität wäre es ein enormer Eingriff in die Struktur der Region, in die Lebensqualität der Menschen,“ kritisiert Pipke. „Die Rede ist immerhin von 244 täglichen Güterzügen, die bei einem Ausbau theoretisch durchs Siegtal rollen könnten. Ich sehe nicht, wie das auch nur ansatzweise ausgeglichen werden könnte.“ So seien in den letzten Jahren große Anstrengungen unternommen worden, um das Siegtal mit dem Natursteig Sieg und dem Siegtalradweg für den sanften Tourismus auszubauen. Das dürfe man nicht aufs Spiel setzen.

Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

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