Leben

Literatur in der Fabrik mit Julia Trompeter

Literatur in der Fabrik

Knapp 90 Leute erschienen am 1. März, um am Sonntagnachmittag bei der Veranstaltung „Literatur in der Fabrik“ die Autoren der Literaturwerkstatt Hennef und Dr. Julia Trompeter live zu sehen. Den Besuchern wurde mit verschiedenen Lesungen – vom Gedicht über Kurzgeschichten und einem Reisebericht bis hin zur Kindergeschichte – ein abwechslungsreiches Programm geboten, das von Kindern der städtischen Musikschule mit zusätzlichen Beiträgen aufgelockert wurde. In der Pause der kostenlosen Veranstaltung sorgte die Literaturwerkstatt für Verpflegung mit Kaffee und Kuchen.

Nach Grußworten von Vizebürgermeister Thomas Wallau übernahm Axel Fischer die Moderation, der ebenfalls Mitglied der Literaturwerkstatt Hennef ist. Die Autoren treffen sich einmal pro Woche, um sich über ihre Werke in lockerer Runde auszutauschen und gegenseitig ehrliches Feedback zu geben. „Alles wird gut“ ist der Name der ersten Anthologie der Freizeitautoren, die für 4,99 Euro ab sofort als Printexemplar zu erwerben ist. Unterstützung erhielt die Literaturwerkstatt für die Veranstaltung von der Stadt Hennef, die sich an der Organisation der „Literatur in der Fabrik“ beteiligte und die Räumlichkeiten zur Verfügung stellte.

Weitere Fotos von „Literatur in der Fabrik“ gibt es in unserem Flickr-Album.

Im Vorfeld der Veranstaltung hatten wir die Gelegenheit, der Schriftstellerin Dr. Julia Trompeter ein paar Fragen zu stellen.

Frau Dr. Trompeter, wie kommt es, dass Sie heute hier sind?

Ich bin in Hennef zur Schule gegangen. Ich habe hier mein Abitur am Gymnasium Hennef vor 15 Jahren gemacht und wohne jetzt in Köln. Aber für mich war klar, dass ich doch gerne nochmal – ja doch irgendwie in der Heimatstadt – lesen würde. Bisher hatte ich schon eine Lesung in Siegburg, wo ich geboren wurde und jetzt war es mir wichtig auch in Hennef, wo ich viel Zeit verbracht habe, zu lesen.

Wie sind Sie ans Schreiben allgemein gekommen?

Ich habe schon sehr früh angefangen. Schon als Kind habe ich Geschichten und dann lange Tagebuch geschrieben. Später habe ich angefangen, Gedichte zu schreiben und jetzt bin ich seit fünf Jahren mit Romanen beschäftigt gewesen. Aber das Schreiben begleitet mich eigentlich schon mein Leben lang.

Wie sind Sie auf die Idee für Ihr aktuelles Buch gekommen?

Ich habe mit der Geschichte 2010 angefangen. Das war erstmal eigentlich eine lose Erzählung, es gab gar keinen Plan oder gar keine große Idee. Es war auch noch nicht klar, dass das überhaupt ein Roman werden würde. Am Anfang dachte ich erstmal, das ist einfach keine Lyrik, sondern es ist eben vielleicht eine Kurzgeschichte. Damit bin ich dann bei einem Nachwuchs-Literatur-Preis in Berlin ausgewählt worden und habe daraufhin dann einfach noch weiter an dem Text gearbeitet, ihn noch weiter ausgeführt und so ist dann – nach und nach – aus dem Anfang diese Geschichte entstanden.“

Was erwarten Sie heute, von dem Termin hier?

Ich bin gespannt, weil auch ein paar alte Schulfreunde kommen. Dann finde ich das ganz schön, dass ich nicht alleine auftrete, sondern eben mit der Literaturwerkstatt Hennef zusammen hier bin. Ich freue mich auch, Einblicke zu kriegen, was die Hennefer so schreiben, literarisch gesehen. Das finde ich sehr schön und das hat auch etwas soziales. Es gibt sehr leckeren, selbst gemachten Kuchen, auf den freue ich mich auch und die Musikbegleitung ebenfalls. Also ich glaube es könnte ein sehr gemütlicher Sonntagnachmittag werden.

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