Leben

Entfernung der Herkulesstauden in Hennef

Seit 2009 bereits führt die Stadt Hennef, die Entfernung der gefährlichen Herkulesstauden durch. Denn diese Pflanze löst Hautverbrennungen mit Schwellungen und Blasen aus, wenn Sie mit der Haut in Kontakt gerät. Seit Beginn der Beseitigung investierte die Stadt 3.000 Euro pro Jahr in die Arbeiten. In diesem Jahr wurden Pflanzen an 329 Standorten in Hennef für diesen Betrag entfernt. Insgesamt waren das 1.719 Pflanzen, die von einem beauftragten Garten- und Landschaftsbauunternehmen beseitigt wurden. Ein erneutes Aufkeimen durch eingetragene Saatgut, zum Beispiel bei Hochwasser, kann leider nicht vermieden werden.

Die Entfernung der Stauden erfolgt per Hand, mit einem Spaten oder ähnlichem Hilfsmittel. Dabei ist es wichtig, dass die Pflanze möglichst noch im Rosettenstadium, also vor der Blüte ausgegraben wird. Der oberste Wurzelstock wird dabei mindestens 15 Zentimeter tief in der Erde mit einem Spaten ausgestochen. Hier wird verstärkt darauf geachtet, das die Hauptwurzel komplett entfernt ist. Damit die Pflanze danach nicht weiter wächst müssen die Pflanzenteile aus der Erde gezogen und entsorgt werden. Außerdem dürfen keine Samen in die Umwelt geraten, womit sich die Pflanze weiter vermehren könnte. Die Eigentümer privater Flächen wurden vom Umweltamt der Stadt Hennef angeschrieben und dazu aufgefordert die Herkulesstauden auf Ihrem Grundstück zu entfernen. Leider besteht hier kein Zwang für die Eigentümer.

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

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