Politik

CDU düpiert SPD-Fraktion bei Beigeordnetenwahl

Die Wahl der neuen Beigeordneten für die Stadtverwaltung endet in Hennef mit einer Überraschung: Statt der Empfehlung des Personalausschusses zu folgen (wir berichteten), entschied sich die Mehrheit für Martin Herkt statt für den SPD-Kandidaten Peter Kox als neuen Beigeordneten für das Dezernat IV. Begründet wurde die Kehrtwende mit dem kürzlichen Votum der SPD-Fraktion gegen das Verkehrsgutachten für das neue Gewerbegebiet Kleinfeldchen (wir berichteten).

„Die SPD-Fraktion hat mit einer Mischung aus Fundamentalopposition und Kleinkrämertum einer kooperativen Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung eine deutliche Abfuhr erteilt“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzender Ralf Offergeld in einem Statement. „Die Mitglieder unserer Fraktion waren daher bei der Beigeordnetenwahl ohne Fraktionszwang frei, jedem geeigneten Bewerber ihre Stimme zu geben.“

„Tiefpunkt der politischen Kultur“ nennt dagegen die SPD Hennef den Ablauf der Beigeordnetenwahl und betont erneut, nicht grundsätzlich gegen das Gewerbegebiet Kleinfeldchen zu sein. Die Vorhaltung der „Fundamentalopposition“ weist der SPD-Vorsitzende Björn Golombek zurück: „Diesen haltlosen Vorwurf kann nur jemand erheben, der entweder blind aus Parteitaktik Politik macht oder die letzten Jahre im Rat geschlafen hat. Die SPD hat immer ihre Positionen eingebracht und sachlich verhandelt.“

Die Wahl des Ersten Beigeordneten bot dagegen keine Überraschungen: Mit 42 Ja- und vier Nein-Stimmen wurde der Hennefer Michael Walter gewählt.

Foto: Marc C. Schmidt / Hennef Magazin

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