Politik

Baumfällung zum Hochwasserschutz

Seit ein paar Jahren schon beschäftigt der Liemichsgraben an der Wippenhohner Straße die Stadt Hennef. Bei Starkregen kann dieser an seine Kapazitätsgrenzen kommen und mögliche Überschwemmungen drohen. Deshalb wurde bereits im Jahr 2012 ein Abschnitt naturnah umgestaltet. Jetzt sollen für ein ganzheitliches Konzept auch die verbliebenen Bereiche des Baches verändert und möglichst naturnah ausgebaut werden.

Dazu müssten nach aktueller Planung acht bis zu 200 Jahre alte Linden gefällt werden, was eine neu gegründete Interessengemeinschaft auf den Plan ruft. Diese spricht sich zwar nicht grundsätzlich gegen die Renaturierung aus, sondern argumentiert alternativ für einen Damm mit dahinter liegendem Regenrückhaltebecken, um die Bäume zu erhalten.

Am 15. April laden die Stadtbetriebe Hennef AöR zu einer Informationsveranstaltung ein, wo das rund 1,1 Millionen Euro teure Projekt den Bürgern genauer vorgestellt werden soll. Los geht’s um 18 Uhr in der Meys-Fabrik.

Foto: Paul-Georg Meister / pixelio.de

1 Kommentar

  • Ich wohne ganz neu in Hennef, komme aus Köln – dem Klüngel – Köln. Davon habe ich aber nie etwas mitbekommen. In Hennef drängt sich bei mir aber schon nach kürzester Zeit der Verdacht auf. Denn wer könnte daran Interesse haben, den Liemichsgraben an der Wippenhohner Straße für eine Million Euro zu renaturieren, die Fahrbahn dafür zu verbreitern und eine Lindenallee dafür zu fällen? Der Liemichsgraben ist ein Graben und kein Bach. Selbst als die Sieg jetzt Hochwasser hatte, der Hanfbach voll war. Der Graben war nahezu trocken – wie sonst auch immer. Hochwasserprobleme gab es bisher nur vom Feld am Ortsausgang. Wenn es stark regnete, lief der Schlamm über die Straße, zum Teil in die Häuser. Der dortige Abwassergraben ist zugeschüttet. Schon vor Beschluss des Hennefer Bauausschusses wusste das städtische Umweltamt offenbar von der geplanten Fällung der Linden, obwohl noch andere Alternativen in der Sitzung diskutiert werden sollten. Bei der Bezirksregierung gilt der Liemichsgraben als unkritisch für Hochwasser. Für mich alles unlogisch – außer es gibt eine treibende Kraft mit dem Plan: 80 Prozent der Kosten übernimmt der Steuerzahler und jemand macht eine Million Euro Umsatz – eine Win – Win – Situation, riecht aber auch irgendwie nach Klüngel. Oder habe ich etwas übersehen?

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